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  • Unwetter­war­nun­gen des DWD

Mit Unterstützung des Deutschen Wetterdienstes bietet Ihnen Schwentinental-inside Informationen zur aktuellen Wetterwarnlage in Schleswig-Holstein und Hamburg.



 
  • Aktuelles Wet­ter und Pollen­flug

 


 
Redaktionell platzierte Anzeige:

Wetterkapriolen

Auch unsere Region bleibt und blieb nicht von extremen Wetterereignissen verschont.

Hier einige Beispiele:

  • Der Eiswinter 1978/1979: Im Februar 1979 ist die Kieler Innenförde komplett zugefroren. Über 40 Schiffe stecken im Eis fest und erst der zusätzlich angeforderte für arktische Gewässer gebaute Eisbrecher Schnoorturm konnte mit seinen 8800 PS die Schiffe befreien.

  • 5.5.1973 Tornado über Kiel: Ein Tornado der Klasse F3 (254-332km/h) zieht über Kiel hinweg. Das Unwetter zieht über die Kieler Innenstadt. Der Bahnhof wird schwer beschädigt und Autos fliegen durch die Luft. Ein Todesopfer und viele Verletzte sind zu beklagen.

  • 1962/1963 Eiswinter: Im extremen Eiswinter 1962/1963 waren die Eckernförder Bucht und die ganze Kieler Bucht über 2 Monate lang mit Eis bedeckt. In der Förde wurden an Blöcken Eisdicken von 75 cm gemessen.

Tipp:

  • Von Orkanen, Tornados und Hurricanes

Die Beaufort-Skala hat nichts mit dem gleichnamigen französischen Rohmilchkäse aus dem Savoyen zu tun, sondern geht auf den den englischen Admiral Sir Francis Beaufort (1774 – 1857) zurück.

Mit ihrer Hilfe kann anhand der Auswirkungen des Windes die Windstärke geschätzt werden. Die Skala reicht von Stärke 0 (Windstille) bis Stärke 12 (Orkan).

Windstärke Bezeichnung km/h Beobachtungen
0 Windstille < 1 Der Rauch am Gemeinschaftskraftwerk Kiel steigt senkrecht auf.

1 leiser Zug 1- 5 Windrichtung angezeigt durch den Zug des Rauches

2 leichte Brise 6 - 11 Wind im Gesicht spürbar, die Blätter der Bäume am Dorfplatz und Windfahnen bewegen sich

3 schwache Brise
schwacher Wind

12 - 19 Wind bewegt dünne Zweige und streckt den Wimpel an der Räucherkate.
4 mäßige Brise
mäßiger Wind
20 - 28 Wind bewegt Zweige und dünnere Äste, hebt Staub und loses Papier, das leider in den Bereichen der Supermärkte herumliegt.

5 frische Brise
frischer Wind
29 - 38 Kleine Laubbäume beginnen zu schwanken, Schaumkronen bilden sich auf dem Rosensee. Der Dorfteich in Klausdorf ist dazu nicht groß genug!

6 starker Wind 39 - 49 Starke Äste schwanken, Regenschirme sind nur schwer zu halten, die Hochspannungsleitungen am Rande des Ostseeparkes Richtung Klausdorf pfeifen im Wind.

7 steifer Wind 50 - 61 Fühlbare Hemmungen beim Gehen gegen den Wind, ganze Bäume bewegen sich.

8 stürmischer Wind 62 - 74 Zweige brechen von Bäumen, erschwert erheblich das Gehen im Freien.

9 Sturm 75 - 88 Äste brechen von Bäumen, kleinere Schäden an Häusern.
(Dachziegel oder Rauchhauben abgehoben)

10 schwerer Sturm 89 - 102 Wind bricht Bäume, größere Schäden an Häusern. Vorsicht vor Werbetafeln im Ostseepark!

11 orkanartiger Sturm 117-118 Wind entwurzelt Bäume, verbreitet Sturmschäden.

12 Orkan ab 118 Schwere Verwüstungen.

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Was man sonst nur aus Filmen kannte und Presseberichten aus Amerika kannte ist heutzutage auch immer mehr in unseren Breiten zu beobachten - ein Tornado (Windhose). Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland jährlich 40 bis 60 Tornados auftreten. Statistisch ist eine Zunahme jedoch nicht bewiesen. Häufigere Meldungen beruhen sind eventuell auf dem höheren Klimabewusstsein und den damit einhergehende genaueren Beobachtungen.

Die Klassifizierung erfolgt nach der sogenannten Fujita-Skala. Während Beaufort rein von phänologischen Beobachtungen ausging ist die Fujita-Skala nach oben durch die physikalische Größe der Schallgeschwindigkeit  mit 343 m/s entsprechend 1240 km/h bestimmt. Schneller können sich Luftteilchen nicht bewegen.

Die Fujita-Skala wurde 1971 von Dr. T. Theodore Fujita entwickelt und dient der Schadensklassifikation bei Tornados. Die Fujita-Skala umfasst 12 (13) Stufen, wobei F6 bis F12 theoretische Werte sind, die bisher nicht beobachtet wurden.

 

Stärke Bezeichnung km/h Beobachtungen
F0 leicht 64-116 F0 wurde eingeführt um Tornados unterhalb von 117 km/h (Beaufort 11) zu klassifizieren. Schornsteine und Reklametafeln werden demoliert, Äste abgebrochen und flach wurzelnde Bäume umgestoßen.

F1 mäßig 117-180 Autos werden von den Straßen geschoben, Wohnmobile umgeworfen, Wellblech bzw. Dachziegel abgerissen und Garagenbauten zerstört .

F2 bedeutend 181-253 Leichtere Gegenstände werden als gefährliche Wurfgeschosse durch die Luft gewirbelt, ganze Dächer abgedeckt, große Bäume gebrochen bzw. entwurzelt, Wohnwagen zerstört und Güterwaggons umgeworfen.
F3 stark 254-332 Dächer und Wände von stabilen Häusern werden zerstört , LKWs umgeworfen bzw. verschoben, Züge zum Entgleisen gebracht und ganze Wälder entwurzelt.

F4 verheerend 333-418 Häuser werden völlig zerstört, Gebäude mit schwachen Fundamenten als ganzes weggeweht bzw. verschoben, große Gegenstände und Autos durch die Luft verfrachtet und schwere Gegenstände zu gefährlichen Projektilen gemacht.

F5 unglaublich 419-512 Stabile Gebäude werden aus ihren Fundamenten gehoben. Autos fliegen mehr als 100 Meter durch die Luft. Stahlbetonkonstruktionen werden beschädigt und sogar Baumstämme entrindet.

F6 bis F12 unfassbar >512 Es handelt sich um theoretische Werte, die bisher nicht beobachtet wurden



Quellen: DWD, Wikipedia, Youtube

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